A3_Diskussion

Green Deal Backlash – Energiewende in Gefahr?

Montag, 29. September, 14.30–16.00

  • Dr. Susanne Götze, Redakteurin Wissenschaft, DER SPIEGEL
  • Dr. Anne Reif, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Exzellenzcluster „Climate, Climatic Change, and Society“ (CLICCS), Universität Hamburg
  • Sara Schurmann, Leiterin Strategie, Netzwerk Klimajournalismus
  • Karsten Wiedemann (Tagesspiegel),
  • Stefan Schmitt, Wissenschaftskorrespondent, DIE ZEIT [Moderation]

Der Diskurs um die Klimapolitik verschiebt sich gegenwärtig massiv – nicht nur in Deutschland. Auch in Europa rollt der anti-ökologische Backlash: Die EU will zwar den Emissionshandel ausweiten, doch zunehmend kommt die Kompensation von Emissionen in Drittstaaten ins Gespräch. Im Zuge des Zoll-Deals hat die EU den USA versprochen, fossile Energie im Wert von 750 Milliarden Dollar zu importieren. Und von den ambitionierten Umweltzielen des Green Deals hat sich die EU weitgehend verabschiedet. Unter dem Schlagwort Bürokratieabbau werden aktuell zentrale Umweltregulierungen wie das Lieferkettengesetz im Schnellverfahren aufgeweicht.

In Deutschland setzt Wirtschaftsministerin Reiche für ihre Energiepolitik auf ein Institut, das für seine Nähe zur fossilen Energiewirtschaft kritisiert wird. Und Friedrich Merz zeigt bisher keine Ambitionen, als „Klimakanzler“ in Erinnerung bleiben zu wollen.

Unterdessen zeigen Umfragen, dass viele Menschen offenbar nicht mehr den Klimawandel für die große Gefahr halten – sondern den Klimaschutz. Wie reagiert der Klima- und Umweltjournalismus auf den Backlash? Zwischen politischem Gegenwind und „preaching to the choir“: Lässt sich der Diskurs mit Evidenz, Statistiken und Fakten drehen? Oder brauchen wir andere Strategien?

Dr. Susanne Götze, Redakteurin Wissenschaft, DER SPIEGEL
Foto: Sascha Hilgers

Sara Schurmann, Leiterin Strategie, Netzwerk Klimajournalismus

Karsten Wiedemann (Tagesspiegel)
Foto: Tagesspiegel