A5_Deep Dive
Die Klimamaschine Ozean und das Geoengineering
Montag, 29. September, 17.00–18.30
- Wera Leujak, Fachgebiet II 2.3 Schutz der Meere und Polargebiete, Umweltbundesamt (UBA), Dessau-Roßlau
- Dr. Christine Merk, Stv. Direktorin Global Commons und Klimapolitik, Kiel Institut für Weltwirtschaft
- Prof. Dr. Andreas Oschlies, Leiter Biogeochemische Modellierung, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel und Ko-Vorsitzender der interdisziplinären Forschungsmission CDRmare
- Tomma Schröder, Freie Wissenschaftsjournalistin, Flensburg
- Claudia Ruby [Moderation]
Ohne die Ozeane gäbe es kein Leben auf der Erde. Sie beherbergen unzählige Arten, liefern Nahrung für Milliarden Menschen und sind ein zentraler Faktor für unser Klima. Die Weltmeere nehmen jedes Jahr rund ein Drittel der weltweiten Emissionen auf. Doch diese natürliche Klimaschutzleistung stößt an ihre Grenzen – und sie hat einen Preis: Die Meere werden immer saurer, eine Gefahr für Korallen und andere Meeresorganismen.
Im Forschungsverbund CDRmare der Deutschen Allianz Meeresforschung suchen rund 140 Wissenschaftler:innen nach Wegen, die CO₂-Aufnahme der Meere zu steigern. Sie untersuchen etwa die Alkalisierung, bei der Mineralien ins Meer eingebracht werden, um CO₂ chemisch zu binden. Ein anderes Beispiel ist die Ozeandüngung, bei der das Algenwachstum gefördert wird, um Kohlenstoff in Biomasse zu speichern.
Solche Eingriffe ins Erdsystem – zusammengefasst unter dem Begriff Geoengineering – sind hoch umstritten. Welche Chancen bieten sie – und welche Risiken? Wie lassen sich rechtliche, ökologische und gesellschaftliche Hürden überwinden? Und können wir unsere Klimaziele ohne Geoengineering überhaupt noch erreichen?

Wera Leujak, Fachgebiet II 2.3 Schutz der Meere und Polargebiete, Umweltbundesamt (UBA), Dessau-Roßlau

Dr. Christine Merk, Stv. Direktorin Global Commons und Klimapolitik, Kiel Institut für Weltwirtschaft
Foto: Michael Stefan/Kiel Institut

Prof. Dr. Andreas Oschlies, Leiter Biogeochemische Modellierung, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung, Kiel und Ko-Vorsitzender der interdisziplinären Forschungsmission CDRmare

Tomma Schröder, Freie Wissenschaftsjournalistin, Flensburg
Foto: Martin Schulte

Claudia Ruby [Moderation]
