Der Weltraum als Wirtschaftsraum: Der Satellitenboom und seine Folgen

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Freitag, 16. Oktober | 11.00–12.30 | Schloss Herrenhausen 

  • Robert Gast, Wissenschaftsredakteur, DIE ZEIT
  • Prof. Dr. Karl Heinz Glaßmeier, emeritierter Professor für Weltraumphysik, TU Braunschweig
  • Prof. Dr. Lesley Jane Smith, Professorin für Wirtschaftsprivatrecht, Leuphana Universität Lüneburg
  • Dr. Anke Pagels-Kerp, Bereichsvorständin Raumfahrt, DLR
  • Clemens Haug, Autor bei MDR WISSEN [Moderation]

Über 12.000 Satelliten kreisen derzeit um die Erde und 10.000 davon gehören zum Dienst Starlink von SpaceX. Doch das ist erst der Anfang: Das Unternehmen von Elon Musk plant seinen Dienst weiter auszubauen – und verschiedene private und staatliche Konkurrenten wollen nachziehen. Bis zu 100.000 Satelliten könnten bis 2030 in erdnahen Umlaufbahnen unterwegs sein, schätzt die ESA.

Der Goldrausch im Orbit bringt Probleme mit sich: Die Atmosphäre wird zunehmend durch Material aus verglühenden Satelliten belastet – mit kaum absehbaren Folgen für Ozonschicht und Klima, warnt die Leopoldina. Unklare Regeln könnten zu Kollisionen führen und damit zu einem unkontrollierten Anwachsen des Weltraumschrotts. Und die bodengestützte Astronomie fürchtet, den unverstellten Blick in den Weltraum zu verlieren. Zugleich bieten die Satelliten große Chance für Aufklärung, Kommunikation und Klimaforschung. Wie können die verschiedenen Interessen im Orbit in Einklang gebracht werden? Ist eine nachhaltige Nutzung der Erdumlaufbahn möglich?