Digitale Zwillinge: Neue Ansätze für die Medizin?
B9_DeepDive
Freitag, 16. Oktober | 16.00–17.30 | Schloss Herrenhausen | Erdgeschoss, Seminarraum 4
- Prof. Dr. Matthias Braun, Lehrstuhl für (Sozial-)Ethik, Universität Bonn (per Zoom)
- PD Dr. med. Magdalena Görtz, Oberärztin der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg & Leiterin der wissenschaftlichen Nachwuchs-KKE „Multiparametrische Methoden zur Früherkennung des Prostatakarzinoms“ am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)
- Prof. Dr. Judith Michael, Professorin für Programmierung und Software Engineering, Universität Regensburg
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Salome Berblinger, Redakteurin für Biologie und Medizin, Bild der Wissenschaft [Moderation]
Digitale Zwillinge sollen mithilfe von Gesundheitsdaten, biologischen Modellen und Künstlicher Intelligenz Krankheitsverläufe simulieren und individuelle Therapieentscheidungen ermöglichen. Doch wie weit ist die Forschung tatsächlich und welche Anwendungen könnten in den kommenden Jahren den Weg in die klinische Praxis finden?
Dabei stellt sich die Frage, inwiefern komplexe biologische Systeme technisch abgebildet werden können und wie sehr solche Modelle die Realität vereinfachen. Digitale Zwillinge beruhen auf mathematischen Modellen und Simulationen – KI kann dabei eine Rolle spielen, muss sie aber nicht. Im Fokus der Session stehen Aspekte wie Verantwortung und Haftung sowie Datenschutz und Datensicherheit. Auch die Rolle digitaler Zwillinge in klinischen Studien wird Thema sein: Können virtuelle Kontrollgruppen künftig Placebogruppen teilweise ersetzen?
Diskutiert werden soll, wie sich digitale Zwillinge angemessen darstellen lassen: Welche Hoffnungen sind berechtigt, wo droht Übertreibung, und welche Begriffe sollten Wissenschaftsjournalist:innen besonders kritisch hinterfragen? Dieser Deep Dive liefert Orientierung in einem dynamischen Forschungsfeld zwischen medizinischer Innovation, technischer Machbarkeit und gesellschaftlicher Verantwortung.

Prof. Dr. Matthias Braun, Lehrstuhl für (Sozial-)Ethik, Universität Bonn (per Zoom)
Foto: Volker Lannert / Universität Bonn

PD Dr. med. Magdalena Görtz, Oberärztin der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg & Leiterin der wissenschaftlichen Nachwuchs-KKE „Multiparametrische Methoden zur Früherkennung des Prostatakarzinoms“ am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Prof. Dr. Judith Michael, Professorin für Programmierung und Software Engineering, Universität Regensburg

Salome Berblinger, Redakteurin für Biologie und Medizin, Bild der Wissenschaft [Moderation] Foto: Ulrich Pfeiffer
