Personalisierte Medizin – zwischen Heilsversprechen und Evidenz

B5_DeepDive
In Kooperation mit der Vereinigung der Medizin- und Wissenschaftsjournalisten (VMWJ)

Freitag, 16. Oktober | 11.00–12.30 | Schloss Herrenhausen

  • Prof. Dr. Julia Stingl, Professorin für Klinische Pharmakologie an der Universität Heidelberg und Leiterin der Abteilung für Klinische Pharmakologie und Pharmakoepidemiologie am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD)
  • Dr. Christine Willen, Medical Writer / Vorstandsmitglied VMWJ
  • N.N. (Forschung und Anwendung)
  • N.N. (Ethik und Patientenrecht)
  • Thomas Bleich, Journalist beim ZDF und Vorstandsmitglied der VMWJ [Moderation]

Im Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ wollen wir eine Debatte zu ethischen und journalistischen Herausforderungen anstoßen, die mit der Etablierung neuer Therapieformen einhergehen. Am Beispiel der personalisierten Medizin fragen wir uns, mit welchen Anforderungen und Erwartungen Medizin- und Wissenschaftsjournalisten konfrontiert sind, die einer kritischen und objektiven Berichterstattung über komplexe medizinische Sachverhalte gerecht werden wollen.

Der inhaltliche Fokus soll dabei nicht nur auf den Folgen des zunehmenden Einsatzes von KI liegen. Im Mittelpunkt stehen personalisierte Behandlungsmethoden wie Gentherapien oder individualisierte Wirkstoffe. Wir hinterfragen, mit welchen Strategien auf die aktuellen Entwicklungen im internationalen wissenschaftlichen System reagiert werden kann, um zuverlässig zwischen unhaltbaren Heilsversprechen und Innovationen mit einem nachweislichen Nutzwert für Patient:innen unterscheiden.

Nicht zuletzt wollen wir die Frage diskutieren, wie die Gesellschaft mit den Kosten der individualisierten Therapien umgehen soll.