Umwelt trifft Wirtschaft: Was ist der Wert von Natur?
B8_DeepDive
Freitag, 16. Oktober | 16.00–17.30 | Schloss Herrenhausen
- Christiane Grefe, Freie Journalistin
- Lisa Kuner, Freie Journalistin
- Prof. Dr. Bernd Siebenhüner, Professor für Ökologische Ökonomie, Universität Oldenburg
- Prof. Dr. Martin R. Stuchtey, Professor für Nachhaltiges Ressourcenmanagement, Universität Innsbruck
- Tomma Schröder, Freie Wissenschaftsjournalistin [Moderation]
Unsere Wirtschaftsweise basiert auf funktionierenden Ökosystemen. Fruchtbare Böden, Bestäubung, sauberes Wasser, Wälder und biologische Vielfalt sind Voraussetzungen für wirtschaftliche Stabilität. Dennoch werden diese Naturgrundlagen weltweit weiter geschädigt – und diese Schäden werden meist nicht in Unternehmensbilanzen oder volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen abgebildet.
International entstehen immer mehr Ansätze, Naturleistungen zu bewerten. In Costa Rica erhalten Landbesitzende seit den 1990er Jahren staatliche Zahlungen für Ökosystemleistungen wie Waldschutz, Wasserschutz und die Erhaltung von Biodiversität. Australien arbeitet mit Systemen für Biodiversity-Offsets, die Eingriffe in Natur nur erlauben sollen, wenn sie durch Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. Und globale Initiativen wie das grüne BIP versuchen, die Natur mit einem Preisschild auszustatten. Welche dieser Instrumente helfen tatsächlich dabei, die Natur zu schützen? Ist Naturzerstörung ein Marktversagen – oder ein Systemmerkmal unserer Wirtschaftsweise?

Tomma Schröder, Freie Wissenschaftsjournalistin [Moderation] Foto: Martin Schulte
